Warum ich das mache
Ich weiß, wie es ist, wenn nichts mehr da ist

Mein Vater ist gestorben, als ich fünf war.
Er war Unternehmer. Meine Mutter hat die Firma weitergeführt – Adam Schweißtechnik in Bottrop. Was fehlte, war die Vaterrolle. Komplett.
Mit dreizehn war ich nicht der Stärkste. Auch nicht der Selbstbewussteste. Meine Freunde waren beides, und ich wollte sein wie sie. Also bin ich mitgegangen, zum Hwa Rang Do – das war damals sehr populär. Etwas Karate und Judo hatte ich vorher schon gemacht. Freiwillig, wohlgemerkt: Bruce Lee und Jean-Claude Van Damme fand ich einfach cool.
Es hat funktioniert. Nicht sofort. Nicht spektakulär. Aber Woche für Woche ein Stück.
2005 war alles weg.
Die Firma ging in die Insolvenz. Mit ihr das Haus, das mein Vater gebaut hatte, die Immobilien, das Geld. Meine Ausbildung zum Anlagenmechaniker, Fachrichtung Schweißtechnik, hatte ich gerade abgeschlossen. Aus unserem Haus musste ich raus. Hätte der Lebenspartner meiner Mutter mich nicht in einem Kellerraum seines kleinen Hauses wohnen lassen, wäre ich auf der Straße gewesen.
Es folgte der staatlich geprüfte Maschinenbau-Techniker in Vollzeit, nebenher Arbeit auf dem Bau, damit überhaupt Geld zum Leben da war. Einen Teil meiner Trainerlizenzen und Zertifikate habe ich in genau dieser Zeit gemacht – nach Feierabend, wenn andere Feierabend hatten.
Danach ging es schnell. Sofort eine gut bezahlte Stelle als Techniker. Nach zwei Jahren abgeworben zu MAN Turbo. Noch mehr Geld.
Und dann habe ich gemerkt, dass ich so nicht weiterleben will.
Wer einmal alles verloren hat, weiß, worauf es ankommt. Nicht auf die Zahl unten auf der Abrechnung. Sondern darauf, den eigenen Traum zu leben: Kampfsport machen, Menschen fitter und glücklicher machen – und weitergeben, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Angefangen hat es in dem Verein, den ich von meinem Großmeister im Hwa Rang Do übernommen habe. Ohne Struktur, ohne festen Weg, erst einmal um zu sehen, wohin die Reise geht. Daraus sind MMA Corps Ruhrpott (2010), Hartmetall Ruhrpott (2013), Little Ninja Kids (2015) und der Schmiedewagen Ruhrpott (2019) geworden.
Das Kinderprogramm habe ich entwickelt, als ich selbst Familie hatte. Weil ich wollte, dass Kinder stark werden. Nicht nur körperlich.
Ich bin oft genug hingefallen. Was ich gelernt habe, ist aufzustehen. Und dass Fehler eher gut als schlecht sind – solange man daraus lernt und denselben nicht zweimal macht.
Kostenloses Probetraining in Bottrop oder Gladbeck →Unverbindlich. Du musst nichts können und nichts mitbringen.